2016: Die Klimaagenten Ausbildung

Hallo alle miteinander und erstmal ein gutes neues Jahr! Nachdem es in letzter Zeit etwas still gewesen ist, gibt es heute wieder einen neuen Blogeintrag von uns. Es geht dabei um ein weiteres Angebot unseres Netzwerkes, nämlich der Klimaagenten-Ausbildung:

Klimaagenten?

Klimaagenten sind Engagierte Schüler*innen, die den Klimaschutz in ihrer Schule vorantreiben. Im Mittelpunkt steht die Auswertung von Klimadiensten: Regelmäßig wird gecheckt, ob beispielsweise das Licht gelöscht, die Fenster geschlossen und die Heizung richtig eingestellt wurde. Dadurch kann gezeigt werden, wo Klimaschutz funktioniert und wo noch Verbesserungen möglich sind.
Dabei profitieren alle: Die Schule kann einen Teil der Heizkosten sparen, erfolgreiche Klassen und Klimaagenten erhalten eine Belohnung – und ganz nebenbei wird auch noch das Klima geschützt!

Und wie wird man zum Klimaagenten?

In Absprache mit der Schule kann über das Bildungsnetz für Gestaltungskompetenz eine Klimaagenten-Ausbildung gebucht werden. Dabei soll wichtiges Hintergrundwissen zum Thema Klimaschutz geliefert werden. Außerdem wollen wir euch beraten, wie man ein Klimaagenten-Projekt an der eigenen Schule startet und erfolgreich weiterführt.

Für genauere Infos meldet euch einfach per Mail unter bnfgk@posteo.de bei uns.

Nochmal von vorne: Warum ist Klimaschutz überhaupt wichtig?

Die Luft ist mit „Treibhausgasen“ angereichert, die dafür sorgen, dass Sonnenstrahlen, die von der Erde reflektiert werden, nicht direkt wieder ins Weltall kommen, sondern nochmal zurück reflektiert werden. So ähnlich wie in einem Treibhaus ist es deswegen auf der Erde deswegen deutlich wärmer, als wenn kein Treibhauseffekt stattfinden würde. Und das ist auch gut so: Sonst wäre es auf unserem Planeten nämlich durchschnittlich -18°C kalt. Dank des Treibhauseffektes haben wir es stattdessen im Mittel 15°C warm! Wichtiges Treibhausgas ist dabei das Kohlenstoffdioxid (CO2), das bei der Verbrennung von Holz und fossilen Brennstoffen (Öl und Gas) entsteht.

Der Mensch hat beim Treibhauseffekt lange kaum eine Rolle gespielt: Das bisschen Holz, dass bis zur Antike vom Menschen verbrannt wurde, hatte auf das Klima kaum eine Auswirkung. Da wir Menschen nun aber seit einigen Jahrzehnten sehr viel Energie verbrauchen (z.B. beim Autofahren, Wohnung heizen und der Nutzung von Strom) werden entsprechend große Mengen fossiler Brennstoffe verbraucht. Deswegen steigt die durchschnittliche Temperatur der Erde seit einigen Jahren deutlich an: Wenn wir Glück haben, beträgt die durchschnittliche Temperatur im Jahr 2050 nur 17°C.

Das klingt ja erst mal gut: Etwas wärmer könnte es ja schon manchmal sein. Das Problem sind aber die Folgen, die damit einhergehen: Zum Beispiel wird der Meeresspiegel in den nächsten Jahren deutlich ansteigen und die niedrig gelegenen Gegenden unserer Erde überschwemmen. Dann werden Wetter-Extreme wie Überschwemmungen und Dürren zukünftig sehr viel häufiger vorkommen. Außerdem werden sich das Tier- und Pflanzenreich an die Veränderung anpassen – dann könnte in unserer Gegend beispielsweise eine Mückenart vorkommen, die Malaria überträgt.

Das alles wird in den nächsten Jahren auf jeden Fall auf uns zukommen. Aber noch können wir beeinflussen, in welchem Ausmaß das sein wird: Je weniger CO2 in den nächsten Jahren ausgestoßen wird, desto geringer wird der Anstieg der durchschnittlichen Temperatur sein – und desto weniger Auswirkungen werden wir zu befürchten haben. Es ist deswegen äußerst wichtig, dass in Projekten wie den Klimaagenten aktiv darüber aufgeklärt wird, warum Klimaschutz wichtig ist und wie wir erreichen können, dass das Klima sich nicht zu stark verändert.

Erste Schritte: Die Gründung einer Klima-AG

Zum Klimaschutz braucht man Hilfe, denn alleine kann niemand die Welt retten. Deswegen wollen wir zunächst die Arbeit einer Arbeitsgruppe (AG) vorstellen. An den meisten Schulen gibt es auch andere AGs und Lehrkräfte, die sich für das Thema Klimaschutz interessieren: Die könnt ihr ansprechen und darum bitten, mit euch zusammen so eine AG zu gründen. Wenn ihr solche Lehrkräfte nicht kennt, könnt ihr auch im Sekretariat nachfragen und so Kontakt aufnehmen.

Wir wollen euch dabei beraten, wie ihr an eurer eigenen Schule eine AG gründen könnt und welche Personen euch dabei helfen können. Außerdem können wir Tipps dazu geben, wie man so ein Projekt bekannt macht und erfolgreich arbeitet.

Los geht’s: Die Klimaagenten nehmen die Arbeit auf

Zusammen mit eurer gegründeten Klima-AG könnt ihr besprechen, wo es sich an eurer Schule lohnt, Klimaschutz zu betreiben. Wenn es feste Klassenräume gibt, hat sich eine Protokollierung von Klima-Aufgaben als erfolgreich erwiesen: Die Klimaagenten können regelmäßig durch diese Räume gehen und prüfen, ob beispielsweise die Heizung richtig eingestellt und die Fenster geschlossen sind (was jede Menge Energie spart und deswegen das Klima schont). Wir haben dabei ein gutes System entwickelt, mit dem über das ganze Schuljahr ausgewertet werden kann, welche Klasse erfolgreich das Klima geschützt hat und in welchen Räumen das noch besser laufen kann.

Dabei ist eine wichtige Aufgabe der Klimaagenten neben der Überprüfung der Aufgaben auch die Information anderer Klassen, warum diese wichtig sind und was diese bewirken. Das motiviert nicht nur zur besseren Erfüllung der Aufgaben und zum Schutz des Klimas, sondern sorgt auch dafür, dass ihr weitere engagierte Personen für die Klimaagenten gewinnen könnt. Wir können euch dabei unterstützen, wie man gut über das Thema Klima informiert und mit welchen Mitteln man sich selbst und andere dazu motivieren kann, sich für den Klimaschutz einzusetzen.

Was gibt’s noch für Möglichkeiten?

Neben der Überprüfung von Klima-Aufgaben bestehen noch viele weitere Möglichkeiten, als Klimaagenten an der eigenen Schule aktiv zu werden. Beispielsweise wurde von Klimaagenten mithilfe einer Wärmebildkamera Aufnahmen vom Schulgebäude gemacht und so herausgefunden, an welchen Stellen besonders viel Energie verloren geht. So konnte gezeigt werden, wie die Schule weitere Heizkosten sparen kann. Auch wurde Ausrüstung für eine Schule angeschafft, mit der zur Einsparung von Strom beigetragen werden kann. Eine weitere Möglichkeit, sich einzusetzen, wäre auch der Bereich Mülltrennung an der eigenen Schule.

Wir können dabei von den Erfahrungen berichten, die wir bisher bei der Arbeit mit Klimaagenten gesammelt haben. Wir hoffen, dass ihr auch selbst viele gute eigene Ideen entwickelt und an eurer eigenen Schule umsetzt.

Wenn ihr Interesse an der Klimaagenten-Ausbildung habt, meldet euch einfach per Mail unter bnfgk@posteo.de, dann besprechen wir gemeinsam, wie wir das an eurer Schule am besten angehen können! Und abonniert unseren Blog für mehr Informationen!
(Diese Einladung richtet sich natürlich auch an alle interessierten Lehrkräfte)

Bildquelle: http://www.fotocommunity.de/search?q=Feuerwerk&index=fotos&options=YToxOntzOjU6InN0YXJ0IjtzOjI6Ijg4Ijt9&pos=92&display=36447559

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